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1)
Allgemein
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Es
muss um Geld gespielt werden.
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Jedes
Spiel muss gespielt und gewertet werden. Ein Blatt ohne Tarock und
König darf nicht weggeworfen werden.
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Wer die höchste Karte
hebt, beginnt mit der Abgabe der Karten. Es muss gründlich gemischt
werden. Der Hintermann hebt ab. Der Talon wird in der Mitte gegeben.
"Klopfen" ist verboten. Der
Geber darf weder Deckblatt noch seine ersten 6 Karten anschauen.
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Zum Gewinn des Spieles
benötigt
der Spieler 36 Punkte (35 Punkte und 2 Blatt).
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Um Missverständnisse
auszuschließen, ist auf eine exakte Sprechweise zu achten: Wenn der
Vorhandspieler keinen Sechser-Dreier anmeldet, muss er "Vorhand"
sagen. Wenn ein Spieler kein Spiel anmeldet, sagt er "gut". Wenn er
ein angemeldetes Spiel nicht überbietet, sagt er ebenfalls "gut".
Ein Spiel wird mit "Ich liege" eröffnet. Die übrigen Spieler müssen
jede Ansage mit "gut" zur Kenntnis nehmen - außer sie kontrieren.
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Wird am Wertungszettel
beim Zusammenrechnen in einer Zeile ein Schreibfehler (etwa dreimal
+4 und einmal –4) gefunden, der nicht mehr eindeutig geklärt werden
kann, so wird dieses eine Spiel ersatzlos gestrichen und alle 4
Spieler bekommen 0 Punkte.
2)
Kontrieren
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Ein Kontra wirkt sich nur auf das Geld, aber nicht
auf die Punktewertung aus.
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Bei allen positiven Spielen gilt das Kontra automatisch für
die Mitspieler.
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Bei negativen Spielen muss jeder Spieler extra kontrieren.
Beim Trischaken gibt es kein Kontra.
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Es gibt nur Kontra
(gespritzt), Rekontra (retour)
und Subkontra (nochmals
gespritzt).
3)
Vorhand
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Der Vorhandspieler muss den Sechser-Dreier sofort anmelden, alle anderen Spiele darf er im
Nachhinein noch ansagen.
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Er darf sogar ein Spiel
"halten", d.h. das bereits lizitierte Spiel selbst spielen.
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Hat der Vorhandspieler 4 Könige im Blatt, so darf
er ganz normal die Vorhand anmelden.
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Er kann aber (falls alle "gut" sagen) keinen
Partner rufen, d. h. Rufer, Besserrufer, Solorufer sind nicht möglich.
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Er kann in diesem
Fall allerdings die Vorhand an den nächsten Spieler abgeben, indem er
statt "Vorhand" gleich zu Beginn "Gebe die Vorhand
weiter" sagt.
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Dies hat allerdings keine Auswirkungen auf das nächste
Spiel, d. h. ein Spieler hat zweimal nacheinander die Vorhand.
4)
Trischaken
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Es besteht Farb- und Stichzwang, aber es muss nicht
austarockiert werden.
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Der Pagat darf
nur als letztes Tarock gespielt
(ausgespielt, zugegeben) werden.
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Der Spieler mit dem letzten Stich bekommt den Talon.
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Grundsätzlich bezahlt der Spieler mit den meisten Punkten
(3 mal1). Hat er das Spiel (mindestens 35/2) bezahlt er doppelt (3 mal 2).
Hat der Spielersteher die meisten Punkte, verliert er 3 mal 2 bzw. 3 mal 4
(falls er 35/2 oder mehr hat).
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Ist ein Spieler "Jungfrau"(ohne
Stich), so bekommt er den gesamten Gewinn. Sind 2 Spieler Jungfrauen,
so teilen sie sich den Gewinn (3 mal 2 bzw. 3 mal 4). Sollten die beiden
übrigen Spieler je 35 Punkte haben, teilen sie sich den Verlust. Sollte
jedoch der Spieler unter den beiden mit je 35 Punkten sein, so verliert er
alle Punkte.
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Wird beim Trischaken ein Renonce begangen, erhalten die 3 übrigen Spieler vom Renoncespieler
je 2 Punkte. Begeht der Spielersteher das Renonce, verliert er an jeden
Mitspieler 4 Punkte.
5)
Rufen
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Man darf sich nicht selbst rufen.
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Hat man 3 Könige im Blatt, so ist es erlaubt „den vierten
König“ zu rufen, ohne die Farbe zu verraten.
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Liegt (beim Rufer und Besserrufer) der gerufene König im
Talon, darf der Spieler das Spiel
"schleifen", d. h. er gibt das Spiel auf und verliert Spiel
+Ansager (3, 5 7 oder 9 Punkte).
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Versucht er das Spiel alleine, kann er selbstverständlich
den gerufenen König liegen lassen.
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Der Verlust des
gerufenen Königs wird nicht bewertet, es sei denn er wird ultimo
angesagt.
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Bei allen Rufer-Spielen darf man "auf Verdacht" Trull und 4 Könige ansagen, einen Ansager
(Pagat, Uhu, Kakadu) jedoch, den der Spieler vom Talon gehoben hat, darf
sein Partner nicht ansagen.
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Wird beim Besser-Rufer ein Ansager vom Talon gehoben, so
kann er natürlich zusätzlich angesagt werden. Der ursprüngliche Ansager
muss in jedem Fall angesagt werden.
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Hat ein Spieler beim Besserrufer keinen Ansager im Blatt, so spielt er (auch dann, wenn ein Ansager
liegen sollte) Renonce und
verliert an alle 3 Spieler Spiel + Pagat (3 Punkte). Ein Kontrieren ist in
diesem Fall nicht erlaubt bzw. wirkungslos.
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Sagt er den falschen
Ansager an (etwa Uhu im Blatt, sagt aber Kakadu an), so begeht er kein
Renonce und verliert nur den jeweiligen Ansager (evtl. kontriert).
6)
Negativspiele
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Das Ausspiel hat der
Spielersteher. Es besteht Farb- und Stichzwang.
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Der Pagat muss als
letztes Tarock gespielt (ausgespielt, zugegeben) werden.
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Bei den Ouvert-Spielen werden nach dem ersten Stich und vor
dem 2. Ausspiel alle Karten aufgelegt.
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Die 3 Gegenspieler dürfen sich bei Ouvert-Spielen laut
über die Spielstrategie beraten.
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Jeder Spieler muss getrennt kontrieren.
7)
Farbensolo
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Das erste Ausspiel hat die Vorhand.
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Es besteht Farbzwang aber kein Stichzwang.
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Hat man die gespielte Farbe nicht mehr im Blatt, so muss
Tarock zugegeben werden. Hat man auch kein Tarock mehr, so kann man eine
beliebige Farbe zugeben.
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Tarock darf erst dann ausgespielt werden, wenn man keine
Farbkarte mehr im Blatt hat.
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Der Pagat muss nicht - wie bei allen negativen Spielen - als
letztes Tarock gespielt werden. Der Farbensolo ist nämlich ein positives
Spiel.
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Kontrieren zählt wie bei allen positiven Spielen für alle
Spieler.
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Als Gegenspieler (etwa in der Vorhand, wo man das Ausspiel
hat) darf man nicht zugleich kontrieren und den Valat ansagen.
8)
Ansagen
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Alle Ansagen/Prämien zählen bei Solo-Spielen doppelt. Alle
heimlichen Ansagen/Prämien zählen stets die Hälfte.
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Jeder Spieler darf nur
einmal seine Ansage(n) machen.
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Für andere Spieler (etwa den Spielpartner) darf keine
Ansage (Pagat, Uhu, Kakadu, Quapil, König ultimo) gemacht werden.
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Trull und 4 Könige dürfen "auf Verdacht"
angesagt werden.
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Bei negativen Spielen gibt es keine Ansagen.
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Beim Farbensolo sind 4 Könige und Valat als Ansagen
erlaubt.
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Wird bei irgend einem positiven Spiel (Rufer, Besserrufer,
Solorufer, Dreier, Sechser, Solodreier) der falsche Ansager angesagt (etwa Uhu im Blatt, sagt aber Kakadu an),
so begeht man kein Renonce -
man verliert nur den jeweiligen Ansager (evtl. kontriert).
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Werden mehrere Ansagen
getätigt, so sind diese - im Falle eines Scheiterns - in der
Reihenfolge gemäß ihrer Wertigkeit abzugeben (also zuerst
Quapil, dann Kakadu, dann Uhu und zuletzt Pagat)." Ein Verstoß gegen
diese Regel ist ganz klar Renonce.
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Wird ein angesagter
Vogel zum falschen Zeitpunkt gespielt, so ist er verloren
(darf nicht mehr zurückgenommen werden), aber es ist kein Renonce
sofern der Spieler nicht gegen die Reihenfolge (siehe oben)
verstößt. Der Spielpartner muss den Verlust mittragen.
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Will sich jedoch ein
Spieler offensichtlich einen Vorteil verschaffen (etwa
angesagten Pagat vorzeitig heimstechen um Trull und Spiel zu retten
oder mit angesagtem König vorzeitig einstechen), so ist das ganz
klar Renonce.
9)
Valat
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Der Valat ist eine Ansage, die den Wert des Spieles erhöht
(angesagt: verachtfacht, heimlich: vervierfacht).
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Beim Valat (auch beim verlorenen) gelten nur
angesagte Ansager und Prämien.
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Ist der Valat verloren, so ist auch das Spiel verloren. Dem
Spieler wird also der 8-fache Wert des jeweiligen Spiels abgezogen.(Beim
Sechser 8 mal 8 Punkte!)
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Unabhängig davon werden dem Spieler beim
verlorenen Valat aber Ansagen (Pagat, Uhu, Kakadu, Quapil, Trull, 4 Könige)
gutgeschrieben, wenn er sie macht.
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Auch beim heimlichen Valat gelten nur angesagte Ansager und
Prämien.
10)
Renonce
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Die Frage, ob Renonce oder nicht, soll mit
Fingerspitzengefühl
entschieden werden. Das letzte Wort hat der Schiedsrichter.
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Renonce ist ein Regelverstoß,
etwa unerlaubte Ablage (falsche Kartenanzahl oder 5-Zähler oder Tarock
nicht aufgedeckt), regelwidriges Aus-/Zuspiel, spielentscheidendes
Vorwerfen aber auch spielentscheidendes Reden.
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Alle regulären Spieler erhalten die Punkte als hätten sie
das Spiel und alle angesagten Ansagen gewonnen. Der Spieler, der das
Renonce begangen hat, erhält die Punkte der 3 Mitspieler als Minuspunkte
eingetragen.
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Wird eine falsche
Abgabe der Karten noch vor der ersten Ansage bzw. nach Beendigung der
Abgabe bemerkt, ist die Abgabe zu wiederholen. Ansonsten ist für den/die
Spieler mit falscher Kartenanzahl ein Renoncespiel zu werten, nicht für
den Geber.
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Wird beim Trischaken ein
Renonce begangen, erhalten die 3 übrigen Spieler vom Renoncespieler
je 2 Punkte. Begeht der Spielersteher das Renonce, verliert er an jeden
Mitspieler 4 Punkte.
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Entsteht irgend
einem Spieler durch Renonce eines anderen Spielers ein
offensichtlicher Punkteverlust (heimlicher Valat, heimliche Vögel),
so kann er diese Punkte beim Renonce-Spieler einfordern. Die anderen
Spieler bekommen vom Renonce-Spieler natürlich nur das Spiel und alle
angesagten Prämien.
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Empfehlung: Damit der Verlauf
eines Spiels (besonders bei Renonce-Verdacht) eindeutig nachvollzogen
werden kann, sollte der Talon nicht bei den Stichen sondern separat
liegen. Weiters sollte jeder Spieler seine eigenen Stiche zu sich
legen.
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